Mutterschaftsleistungen

Seit April 2017 sind Krankentageversicherungen „verpflichtet, den Verdienstausfall, der während der Schutzfristen nach § 3 Absatz 2 und § 6 Absatz 1 des Mutterschutzgesetzes sowie am Entbindungstag entsteht, durch das vereinbarte Krankentagegeld zu ersetzen, soweit der versicherten Person kein anderweitiger angemessener Ersatz für den während dieser Zeit verursachten Verdienstausfall zusteht.” (Artikel 192 Abs. 5 Versicherungsvertragsgesetz – VVG). Voraussetzung ist der Abschluss einer privaten Krankentagegeldversicherung.

Anspruch auf (anteiliges) Krankentagegeld

Wer in den gesetzlichen Mutterschutzfristen nicht arbeitet, erhält den vollen Satz des vereinbarten Krankentagegelds, sofern kein anderweitiger angemessener Ersatz für den  Verdienstausfall vorgesehen ist. Selbstständige, die vor oder nach der Entbindung teilweise berufstätig sind, haben Anspruch auf das anteilige Krankentagegeld.

Schwangerschaft ist keine Krankheit

Bislang erhielten Selbstständige mit einer privaten Krankenversicherung kein Mutterschaftsgeld – auch wenn sie eine private Krankentagegeldversicherung abgeschlossen hatten. Der Grund: Schwangerschaft und Geburt gelten nicht als Krankheit.

Siehe auch: Gute Nachricht für Zahnärztinnen. Bessere Absicherung in der Schwangerschaft (PDF | 203 KB), Artikel aus dem Bayerischen Zahnärzteblatt, BZB 5/2017, S. 10

Nähere Informationen erhalten freiberuflich tätige Zahnärztinnen bei ihrem Krankenversicherungsunternehmen.

Mutterschutzgesetz

Mutterschutzgesetz

Rechtliche Grundlage für das Mutterschaftsgeld ist das Mutterschutzgesetz:

  • § 13 Mutterschaftsgeld
  • § 14 Zuschuss zum Mutterschaftsgeld

Zum Mutterschutzgesetz auf www.gesetze-im-internet.de

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