Berufszulassung bei ausländischem Studium

Wer seine zahnmedizinische Ausbildung im Ausland abgeschlossen hat, benötigt für eine zahnärztliche Berufstätigkeit in Bayern eine behördliche Berufszulassung als Zahnarzt. Berufszulassungen sind die zahnärztliche Approbation sowie die Erlaubnis zur vorübergehenden Ausübung der Zahnheilkunde.

Nur die zahnärztliche Approbation berechtigt zur dauerhaften Ausübung der Zahnheilkunde.

Approbation

Studienabschluss EU/EWR/Schweiz

Regierung von Oberbayern

Die Regierung von Oberbayern ist für die Erteilung einer Approbation für Zahnärzte mit ausländischer Ausbildung zuständig, wenn die zahnärztliche Ausbildung

  • in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union (EU),
  • in einem Vertragsstaat des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) oder
  • in der Schweiz

abgeschlossen wurde und der zahnärztliche Beruf in Oberbayern, Niederbayern, Schwaben oder der Oberpfalz ausgeübt werden soll.

Die Regierung von Oberbayern informiert auf ihrer Website über die

bereit. Hier sehen die Antragsteller, welche Nachweise dem Antrag beizulegen sind und welche weiteren Stellen dabei vom Antragsteller zu beteiligen sind.

Ansprechpartner bei der Regierung von Oberbayern

Regierung von Unterfranken

Die Regierung von Unterfranken ist für die Erteilung einer Approbation für Zahnärzte mit ausländischer Ausbildung zuständig, wenn die zahnärztliche Ausbildung

  • in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union (EU),
  • in einem Vertragsstaat des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) oder
  • in der Schweiz

abgeschlossen wurde und der zahnärztliche Beruf in Ober-, Mittel- oder Unterfranken ausgeübt werden soll.

Die Regierung von Unterfranken stellt auf ihrer Website das

bereit. Im Antragsformular sehen Antragsteller unter anderem, welche Nachweise einem Antrag beizulegen sind und welche weiteren Stellen dabei vom Antragsteller zu beteiligen sind.

Ansprechpartner bei der Regierung von Unterfranken (blauer Kasten oben rechts)

Studienabschluss aus Drittstaaten

Wenn die zahnärztliche Ausbildung außerhalb der Europäischen Union, des Europäischen Wirtschaftsraums und der Schweiz, also in einem sogenannten Drittstaat, erfolgreich abgeschlossen wurde, ist die Regierung von Oberbayern die zuständige Behörde für die Erteilung einer Approbation, ganz gleich, in welchem bayerischen Regierungsbezirk die zahnärztliche Tätigkeit ausgeübt werden soll.

Die

können heruntergeladen werden. Antragsteller können daraus ersehen, welche Nachweise beizulegen sind und welche weiteren Stellen dabei vom Antragsteller zu beteiligen sind.

Ansprechpartner bei der Regierung von Oberbayern

Erlaubnis zur vorübergehenden Ausübung der Zahnheilkunde

§ 13 Gesetz über die Ausübung der Zahnheilkunde regelt unter anderem

  • wer eine Erlaubnis erhalten kann (Abs. 1, Abs. 1a),
  • wie die Erlaubnis inhaltlich beschränkt werden kann und mit welchen sonstigen Einschränkungen sie zu erteilen ist (Abs. 2, Abs. 3).

Darüber hinaus ist zu beachten, dass mit einer Erlaubnis zur vorübergehenden Ausübung der Zahnheilkunde

  • weder eine Behandlung von Patienten der Gesetzlichen Krankenversicherung möglich ist, was sich aus dem vertragszahnärztlichen Zulassungsrecht ergibt,
  • noch eine Weiterbildung zum Fachzahnarzt möglich ist, weil hierfür die zahnärztliche Approbation gesetzlich vorgeschrieben ist.

Vorgesehene Tätigkeit in Oberbayern, Niederbayern, Schwaben oder der Oberpfalz

Die Regierung von Oberbayern informiert auf ihrer Website über

zur Verfügung. Antragsteller können daraus ersehen, welche Nachweise beizulegen sind und welche weiteren Stellen dabei vom Antragsteller zu beteiligen sind.

Ansprechpartner bei der Regierung von Oberbayern

Vorgesehene Tätigkeit in Unterfranken, Oberfranken oder Mittelfranken

Die Regierung von Unterfranken ist zuständig für die Erteilung einer Berufserlaubnis, wenn der zahnärztliche Beruf in Unterfranken, Oberfranken oder Mittelfranken ausgeübt werden soll.

Die Behörde gibt Informationen zur Erlaubnis zur vorübergehenden Ausübung des zahnärztlichen Berufs auf ihrer Website. Dort hat sie auch im Downloadbereich (ganz unten auf der Website)

  • Hinweise für Antragsteller (DOC | 52 KB) und
  • Hinweise für Arbeitgeber (DOC | 33 KB) bereitgestellt.
  • Auch das Antragsformular auf Erteilung der Erlaubnis (bzw. Verlängerung) zur vorübergehenden Ausübung der Zahnheilkunde nach § 13 des ZHG (als PDF- 67 KB oder als Word-Dokument 274 KB) kann auf der Website der Regierung von Unterfranken heruntergeladen werden. Antragsteller können daraus ersehen, welche Nachweise beizulegen sind und welche weiteren Stellen dabei vom Antragsteller zu beteiligen sind.

Ansprechpartner bei der Regierung von Unterfranken (blauer Kasten oben rechts)

Sprachtest

Eine der Voraussetzungen, die zu erfüllen sind, um in Deutschland eine Berufszulassung als Zahnarzt zu erhalten (Approbation bzw. Erlaubnis zur vorübergehenden Ausübung der Zahnheilkunde), ist, dass die betreffende Person über die für die Ausübung des zahnärztlichen Berufs erforderlichen Kenntnisse der deutschen Sprache verfügt.

Die jeweilige Berufszulassungsbehörde (Regierung von Oberbayern bzw. Regierung von Unterfranken) entscheidet im Rahmen des Verfahrens auf Erteilung einer zahnärztlichen Berufszulassung, ob die antragstellende Person einen Sprachtest abzulegen hat.

Die 87. Gesundheitsministerkonferenz vom 26./27.06.2014 hat einstimmig Eckpunkte zur Überprüfung der für die Berufsausübung erforderlichen Deutschkenntnisse in den akademischen Heilberufen beschlossen. Auf der Grundlage dieses Eckpunktepapiers haben das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege, die Regierung von Oberbayern sowie die Regierung von Unterfranken und die Bayerische Landeszahnärztekammer eine Verfahrensordnung für die Abnahme von Sprachtests bei Anträgen auf Erteilung einer zahnärztlichen Berufszulassung vereinbart (vgl. Verfahrensordnung für Sprachtests bei Anträgen auf Erteilung einer zahnärztlichen Berufszulassung – PDF | 334 KB).

Seit Ende 2016 übernimmt die Bayerische Landeszahnärztekammer die Sprachtests im Auftrag der jeweiligen Regierung im Rahmen des Berufszulassungsverfahrens (vgl. Nachricht der BLZK vom 14.10.16).

Mit der Durchführung der Sprachtests hat die BLZK die eazf GmbH als ausgegründete Dienstleistungsgesellschaft der BLZK beauftragt. Wenn die Ablegung eines Sprachtests erforderlich ist, teilt dies die jeweilige Regierung dem Antragsteller im Rahmen des Berufszulassungsverfahrens mit und verweist diesen an die eazf GmbH.

Ansprechpartner bei erforderlichem Sprachtest

eazf GmbH
Fallstraße 34, 81369 München
 
Tel.: 089 72480-190
Fax:  089 72480-119
sprachpruefungen@eazf.de

Sprechzeiten wegen Sprachtestabnahme
Montag: 08.30 bis 11.30 und 12.30 bis 16.30 Uhr
Mittwoch: 08.30 bis 11.30 und 12.30 bis 16.30 Uhr

Fachkunde im Strahlenschutz

Zahnärzte, die nicht in Deutschland studiert haben, müssen die Fachkunde im Strahlenschutz nach Erhalt der Berufszulassung gesondert erwerben, um Röntgenaufnahmen anfertigen bzw. befunden zu dürfen. Infos zum Erwerb der Fachkunde im Strahlenschutz auf der Website der BLZK.

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