Vorbereitungsassistent

Nach Erhalt der Approbation treten die meisten Zahnärzte in Deutschland eine Stelle als Vorbereitungsassistent an. Das Absolvieren der Vorbereitungsassistenzzeit ist Voraussetzung, um später als angestellter bzw. zugelassener Zahnarzt tätig zu werden (vgl. § 32b Zahnärzte-ZV bzw. §§ 18ff. Zahnärzte-ZV).

Wozu dient Vorbereitungsassistenzzeit?

Immer wieder wird empfohlen, die Vorbereitungszeit als Zahnarzt zu nutzen, um neben der Vertiefung der zahnmedizinischen Kenntnisse die Abläufe in einer Zahnarztpraxis kennenzulernen – besonders die nicht zahnmedizinischen. Wer plant, eine eigene Praxis zu gründen, kann hier erste Erfahrungen im Praxismanagement machen und vom erfahrenen Zahnarzt lernen, z.B. bei der Personalführung, im Marketing sowie zu steuerlichen und finanziellen Fragestellungen, die sich einem Praxisinhaber stellen.

Dauer der Vorbereitungsassistenzzeit

Die Vorbereitungszeit beträgt mindestens zwei und maximal vier Jahre. Nach einem Jahr darf der Vorbereitungsassistent den anstellenden Vertragszahnarzt vertreten (§ 3 Abs. 3 Zahnärzte-ZV).

Vorbereitungsassistenten arbeiten in der Regel Vollzeit, das heißt mehr als 30 Wochenstunden.

In Ausnahmefällen kann die Vorbereitungszeit auch halbtags erfolgen. Die Vorbereitungszeit verlängert sich entsprechend (siehe Broschüre Formen zahnärztlicher Berufsausübung der BZÄK – PDF | 437 KB, S. 58).

Beschäftigung eines Vorbereitungsassistenten

Ein Vorbereitungsassistent kann nur von einem Vertragszahnarzt beschäftigt werden. Voraussetzung ist in der Regel, dass der Vertragszahnarzt bereits zwölf Quartale (also insgesamt drei Jahre) abgerechnet hat. Die Vorbereitungszeit ist Voraussetzung für die Eintragung in das Zahnarztregister (§ 3 Abs. 1, 2 Zahnärzte-ZV).

Die Beschäftigung eines Vorbereitungsassistenten genehmigt die zuständige Bezirksstelle der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Bayerns. Den Antrag muss der Vertragszahnarzt rechtzeitig vor Beschäftigungsbeginn stellen. Rückwirkende Genehmigungen sind nicht möglich.

Keine Vorbereitungsassistenzzeit in Ausnahmefällen

Zahnärzte, die in einem Mitgliedsland der EU oder einem anderen Vertragsstaat des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum oder einem Vertragsstaat, dem Deutschland und die Europäische Gemeinschaft oder Deutschland und die Europäische Union vertraglich einen entsprechenden Rechtsanspruch eingeräumt haben, einen nach den gemeinschaftsrechtlichen Vorschriften anerkannten Ausbildungsnachweis erworben haben und zur Berufsausübung zugelassen sind, müssen die Vorbereitungsassistenzzeit nicht absolvieren (vgl. § 3 Abs. 4 Zahnärzte-ZV).

Sie können, nach Beantragung der deutschen Approbation bei der dafür zuständigen Approbationsbehörde, unmittelbar als angestellter Zahnarzt tätig werden (vgl. Kapitel Als Zahnarzt in einer Praxis angestellt).

Zahnärzte, die ihr Diplom nicht in den vorgenannten Ländern erworben haben, können grundsätzlich nur nach Erhalt einer Approbation oder einer Erlaubnis einer vorübergehenden Ausübung gemäß § 13 Zahnheilkundegesetz (ZHG) zahnärztlich tätig sein. Dies jedoch nur im Angestelltenverhältnis und für den eng begrenzten Personenkreis der Privatpatienten, nicht jedoch bei gesetzlich krankenversicherten Patienten.

Weitere Informationen für die Erteilung der Approbation bzw. Erlaubnis gemäß § 13 Zahnheilkundegesetz im Kapitel Ausländischer Zahnarzt.

Zahnärzte-ZV

Zahnärzte-ZV

Die Zulassungsverordnung für Vertragszahnärzte (Zahnärzte-ZV) auf www.gesetze-im-internet.de.

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Formen zahnärztlicher Berufsausübung

Formen zahnärztlicher Berufsausübung

Broschüre der Bundeszahnärztekammer (BZÄK) (PDF | 437 KB)

www.bzaek.de

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