01/30/2020 | compact aktuell |

Ärzte Infoquelle Nummer eins

Erste Ergebnisse der Studie „HINTS Germany”

Ärzte sind die Informatonsquelle Nummer eins, wenn es um Gesundheitsinformationen geht. Das ist ein Ergebnis der „HINTS Germany Studie” der Stiftung Gesundheitswissen und des Hanover Center for Health Communication. Knapp die Hälfte der Befragten wandte sich demnach bei der letzten Suche nach Gesundheitsinformationen an Ärzte oder anderes medizinisches Fachpersonal (48 Prozent). Knapp ein Drittel recherchierte im Internet (31,3 %), gut 2 Prozent befragten Famillie, Freunde und Kollegen.

Patienten vertrauen Ärzten, weniger den Medien

Bei akutem Informationsbedarf wünscht sich die Mehrheit (69,1 %) Informationen von Ärzten oder anderem medizinischen Fachpersonal. Nur 20,7 Prozent konsultieren das Internet. 5,5 Prozent geben an, sich zuerst an Familie, Freunde und Kollegen zu wenden.

Über zwei Drittel der Befragten (76,5 %) haben starkes oder sehr starkes Vertrauen in Informationen aus ärztlicher Hand. Staatlichen Gesundheitsbehörden vertrauen gut 40 Prozent der Befragten (stark oder sehr stark). Gut ein Drittel vertraut Familienmitgliedern oder Freunden (33,4 %). Informationen aus den Massenmedien (Internet, Zeitungen, Zeitschriften, Fernsehen, Radio) vertrauen die Wenigsten.

Ein Drittel der Befragten (34,4 % der Männer und 32,7 % der Frauen) stimmen der Aussage zu (tendenziell oder voll), dass es sehr aufwändig ist, an die benötigten Informationen zu kommen. Als eher oder sogar sehr frustrierend empfindet die Suche fast jeder Fünfte (18,5 % der Männer und 19,5 % der Frauen). Mehr als ein Viertel der Befragten (26,7 %) gibt an, angesichts der Qualität der Gesundheitsinformationen beunruhigt zu sein. Rund 23 Prozent halten Informationen für schwer zugänglich (23,6 % der Männer und 22,4 % der Frauen).

Aufbau und Hintergrund der Studie

Die „HINTS Germany Studie” lehnt sich an an die US-amerikanischen „Health Information National Trends Surveys“, kurz: HINTS. Laut Autoren ist die Studie das erste systematische und kontinuierliche Monitoring des Gesundheitsinformationsverhaltens der Bevölkerung in Deutschland. Die Studie ist bevölkerungsrepräsentativ angelegt. Die vorliegenden Ergebnisse entstammen der ersten von zwei Erhebungswellen.

Weitere Informationen auf der Website des Projekts „HINTS Germany”

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