02/13/2020 | compact aktuell |

Freiberufler: Mitarbeiter finden und binden

IFB-Studie: Offene Stellen, schwierige Suche

Jeder fünfte Freiberufler hat in seinem Unternehmen offene Stellen. Für die Hälfte der Befragten ist die Suche nach Mitarbeitern schwierig. Häufig fehlen angestellte Fachkräfte beziehungsweise Berufsträger. Mehr als die Hälfte der befragten Freiberufler erhalten zu wenige Bewerbungen für ihre Stellenangebote.

Beim Finden von Mitarbeitern führen in erster Linie persönliche Kontakte zum Erfolg. Das sind die Ergebnisse einer Studie, die das Institut für Freie Berufe (IFB) Ende 2019 für den Bundesverband der Freien Berufe (BFB) durchgeführt hat.

Gründe für die Besetzungsprobleme sind laut Studie:

  • mangelnde Attraktivität des Standorts,
  • fehlende Kinderbetreuung und
  • nicht vorhandene berufliche Perspektiven für Ehepartner.

Ursachen für das Ausscheiden von Mitarbeitern sind:

  • die Familienplanung (überall),
  • eine Weiterqualifikation (v.a. in Landgemeinden),
  • ein Branchenwechsel (v.a. in Kleinstädten),
  • reduzierte Pendelzeiten (v.a. in Mittelstädten und Metropolregionen) und
  • Abwerbungen (v.a. in Großstädten).

Was tun gegen Mitarbeitermangel?

„Für die Freien Berufe sind die Ergebnisse wertvoll, um die Situation bei sich vor Ort einzuordnen und maßgeschneidert gegensteuern zu können”, sagt BFB-Präsident Prof. Dr. Wolfgang Ewers. Die Freien Berufe seien als Arbeitgeber gefragt, ihre Mitarbeiter an sich zu binden, zum Beispiel mit flexiblen Arbeitszeiten oder einer Kinderbetreuung in örtlichen Netzwerken.

Über die Studie

Das Institut für Freie Berufe (IFB) führte für den BFB im vierten Quartal 2019 eine repräsentative Umfrage unter rund 800 Freiberuflern durch. Die zitierten Ergebnisse stammen aus dem Sonderteil „Fachkräftesicherung und Nachwuchsgewinnung”, der nun gesondert ausgewertet wurde.

Weitere Informationen auf der Website des BFB

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