03/03/2021 | compact aktuell |

Zahnmedizin in Zahlen

„Daten & Fakten 2021” der BZÄK und KZBV

Auch dieses Jahr bringen die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) sowie die Kassenzahnärztliche Bundesvereingung (KZBV) mit der Broschüre "Daten & Fakten 2021" ein Update zu den aktuellen Zahlen aus der zahnärztlichen Versorgung.

Geringster Anteil an GKV-Ausgaben – trotz höherer Gesamtausgaben

Im Jahr 2019 betrugen die Ausgaben für zahnmedizinische Behandlungen insgesamt 15,013 Mio. Euro – eine Steigerung gegenüber den 14,493 Mio. des Vorjahres. An der grundlegenden Verteilung dieser Ausgaben hat sich wenig verändert: Nach wie vor machen konservierende und chirurgische Behandlungen ohne Individualprophylaxe mit 57,8 Prozent den Löwenanteil aus (Vorjahr: 57,3), gefolgt von Zahnersatz mit 23,3 Prozent (Vorjahr: 23,1).

Der seit Ende der 90er anhaltende Abwärtstrend beim Anteil der Zahnmedizin an den GKV-Ausgaben bleibt auch im Jahr 2019 bestehen, hier beträgt er nunmehr 6,27 Prozent (2018: 6,41). Zum Vergleich: Der Anteil der Krankenhäuser an den GKV-Ausgaben betrug im Jahr 2019 32,35 Prozent.

Personal als größter Kostenfaktor

Im Großen und Ganzen gleich geblieben ist die betriebswirtschaftliche Kostenstruktur einer durchschnittlichen Zahnarztpraxis. Auch im untersuchten Jahr 2018 blieben Personalausgaben mit genau 40 Prozent der größte Posten in der betriebswirtschaftlichen Struktur einer durchschnittlichen Zahnarztpraxis (2016: 38,6 Prozent).

Der nächstgrößere Posten sind Fremdlaborausgaben mit 25 Prozent. Leicht gesunken ist der Anteil der Ausgaben für Material (2016: 9,7 Prozent, 2018: 8,9 Prozent) sowie der Raumkosten (2016: 6,7 Prozent, 2018: 6,1 Prozent).

Einzelpraxis bleibt investitionsreichste Form der Existenzgründung

Das Investitionsvolumen in die Neugründung einer Einzelpraxis ist etwas gesunken: von 598 Mio. Euro im Jahr 2016 auf 557 Mio. Euro im Jahr 2018. Dennoch blieb die Einzelpraxis auch im Jahr 2018 die investitionsintensivste Form der Existenzgründung. Deutlich "teurer" geworden ist die Übernahme einer Einzelpraxis mit einer Steigerung des Investitionsvolumens um genau 100 Mio. Euro auf 511 Mio. Euro im Vergleich zu 2016.

Weitere interessante Zahlen zur Existenzgründung liefert auch die gemeinsame Studie der Deutschen Apotheker-  und Ärztebank (apoBank) und des Instituts der Deutschen Zahnärzte (IDZ), im BZB 01/2021 erschienen unter dem Titel "Was kostet die Existenzgründung?"

Ökonomischer Fußbadruck der Zahnarztpraxen

Bei einer gleichbleibenden Anzahl von Erwerbstätigen (387.000) haben Zahnarztpraxen im Jahr 2019 1,4 Mrd. Euro Bruttowertschöpfung mehr erwirtschaftet als im Jahr 2017, insgesamt 18,7 Mrd. Euro. Ingesamt stellten Zahnarztpraxen im Jahr 2019 8,2 Prozent der Erwerbstätigen in der Gesundheitswirtschaft und erwirtschafteten 7 Prozent der Bruttowertschöpfung.

Zahnarztzahlen: mehr Frauen, mehr Angestellte

"Zahnmedizin wird immer weiblicher" – die aktuellen Zahlen stützen diese Hypothese. Ingesamt waren im Jahr 2019 72.589 Personen zahnärztlich tätig, der Anteil der Frauen ist im Vergleich zu 2018 gestiegen: von 33.113 auf 33.503. Somit machten Frauen 2019 mit 46 Prozent knapp die Hälfte aller zahnärztlich Beschäftigten aus.

Bei der Verteilung nach Erwerbsstatus setzt sich der Vorjahrestrend fort: Auch im Jahr 2019 ist die Zahl niedergelassenen Zahnärzte gesunken, von 50.022 auf 48.853 Personen. Gestiegen ist dafür die Zahl der in Praxis tätigen Assistenten, Praxisvertreter und angestellten Zahnärzte. Im Jahr 2019 waren insgesamt 20.479 Personen in Zahnarztpraxen angestellt.

Grafiken und Tabellen zu den genannten Kennzahlen finden Sie in der Broschüre "Daten & Fakten 2021" auf der Seite der BZÄK.

Daten & Fakten 2021

Daten & Fakten 2021

Die wichtigsten Kennzahlen aus der zahnmedizinischen Versorgung auf einen Blick.

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