05/06/2019 | compact aktuell |

Erwartungen junger Humanmediziner

Ergebnisse des Berufsmonitoring Medizinstudierende 2018

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie geregelte und flexible Arbeitszeiten – das erwarten Studierende der Humanmedizin von ihrem Beruf als Arzt. Zwei Drittel wollen mit anderen Ärzten im Team arbeiten. Gut die Hälfte kann sich vorstellen, in eigener Praxis tätig zu sein.

Das sind die Ergebnisse des Berufsmonitoring Medizinstudierende 2018. Fast 14 000 Teilnehmer (knapp 15 % der Medizinstudierenden in Deutschland) beantworteten im Juni 2018 die Fragen zu

  • Erwartungen an den Beurf,
  • Niederlassung und Anstellung,
  • Arbeitsplatz sowie
  • Delegation und Substitution.

Die Niederlassung in Gemeinschaftspraxen o.Ä. gewinnt an Attraktivität. Die Hälfte der Studierenden gibt an, eine Gemeinschaftspraxis o.Ä. gründen zu wollen (2010: 40 %). Nur knapp 5 Prozent präferieren ausschließlich die Einzelpraxis. Knapp 43 Prozent können sich beide Praxisformen vorstellen (2010: 56 %).

Warum nicht in eigener Praxis?

Bremsen bei der Entscheidung für eine Niederlassung sind laut Berufsmonitoring:

  • ein hohes Maß an Bürokratie (ca. 62 %),
  • das hohe finanzielle Risiko (ca. 57 %),
  • drohende Regressforderungen (ca. 47 %) sowie
  • ein geringer fachlicher Austausch (ca. 46 %).

Eine unangemesse Honorierung geben nur noch rund ein Drittel der Befragten als Argument gegen eine Niederlassung an. 2010 war es noch gut die Hälfte der Teilnehmer.

Viele Medizinstudierende wollen wohnort- bzw. heimatnah berufstätig sein. Andere Bundesländer und das Ausland verlieren an Attraktivität. Aber auch eine Tätigkeit auf dem Land bleibt für viele unattraktiv.

Digitalisierung: Vor- und Nachteile

Vorteile der Digitalisierung sehen die Befragten in der Diagnose, der Arbeitsorganisation und bei der Behandlung. Verschlechterungen befürchten sie beim Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patient sowie in der Kommunikation allgemein.

Mehr zum Berufsmonitoring Medizinstudierende 2018 lesen Sie auf der Website der Kassenärztlichen Bundesvereinigung

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