06/25/2019 | compact aktuell |

BAföG-Anpassungen zum WS 2019

Höhere Leistungen, höhere Freibeträge

Mehr Menschen in Ausbildung sollen BAföG erhalten. Die Förderungsleistungen steigen. Davon profitieren auch Studierende der Zahnmedizin in Bayern. Das entsprechende 26. BAföG-Änderungsgesetz tritt im August in Kraft. Im Folgenden eine Übersicht über die Neuerungen.

Förderungshöchstsatz und Wohnzuschlag

Der Förderungshöchstsatz wird um mehr als 17 Prozent auf 861 Euro im Jahr 2020 angehoben, um den steigenden Lebenshaltungskosten gerecht zu werden. Auch die Bedarfssätze, anhand derer der finanzielle Bedarf potenzieller BAföG-Empfänger erreichnet wird, steigen bis 2020 um sieben Prozent.

Der Wohnzuschlag wird um 30 Prozent erhöht. Das ist vor allem für Studierende interessant, die nicht bei den Eltern wohnen.

Freibeträge steigen, bei Eltern und Studierenden

Die Einkommensfreibeträge der Eltern werden in drei Schritten um insgesamt 16 Prozent angehoben. Damit sollen deutlich mehr Schüler und Studierende aus der Mittelschicht förderungsberechtigt werden.

Auch der Freibetrag für Rücklagen der BAföG-Empfänger selbst wird angehoben, auf künftig 8.200 Euro.

Unterstützung für Eltern und Pflegende

Der Kinderbetreuungszuschlag wird auf 150 Euro angehoben und die Altersgrenze, bis zu der eigene Kinder berücksichtigt werden, auf 14 Jahre hinaufgesetzt. Pflegende BAföG-Berechtigte bleiben künftig „für eine angemessene Dauer auch noch über das Ende der Förderungshöchstdauer förderungsberechtigt”.

Mehr für Kranken- und Pflegeversicherung

Die Kranken- und Pflegeversicherungszuschläge im Rahmen von BAföG steigen auf 84 bzw. 25 Euro. Für Studierende, die sich freiwillig gesetzlich krankenversichern müssen, steigen die Zuschläge nachweisabhängig auf 155 Euro (Krankenversicherung) bzw. 34 Euro (Pflegeversicherung). Auch privat Versicherte über 30 Jahre können nachweisabhängig einen höheren Zuschlag für Lebensältere erhalten.

Bei der Darlehensrückzahlung sind BAföG-Geförderte im Normalfall verpflichetet, 130 Euro in 77 Monatsraten zurückzubezahlen. Wer ein geringes Einkommen nach dem Studium hat und weniger als 130 Euro im Monat an BAföG zurückzahlt, ist nach der neuen Regelung ebenfalls schuldenfrei. Dasselbe gilt für diejenigen, die innerhalb von 20 Jahren keine 77 Monatsraten bezahlen können.

Weitere Infos auf der Website des Bundesbildungsministeriums

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