04/09/2021 | compact aktuell |

Mehr Prämien, längere Fristen für Ausbildungsbetriebe

Förderprogramm "Ausbildungsplätze sichern" verlängert und erweitert

Am 17. März 2021 hat das Bundeskabinett beschlossen, das Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ nicht nur auf das Ausbildungsjahr 2021/2022 auszuweiten, sondern auch bei den Fördersummen aufzustocken.

Die Ausbildungsprämie dient dazu, junge Menschen auch in Zeiten der Corona-Krise beim Berufsstart zu unterstützen. Unter anderem bezuschusst das Förderprogramm deshalb auch Abschlussprüfungsvorbereitungskurse für Auszubildende zur Hälfte (bis max. 500 Euro).

Prinzipiell kommen für die Förderung alle Ausbildungsbetriebe mit bis zu 499 Mitarbeitern in Frage (früher: 249 Mitarbeiter), die anerkannte Berufsausbildungen anbieten und nachweislich von der Corona-Krise betroffen sind.

Vermeidung von Kurzarbeit

In der Regel sind Auszubildende eher seltener von der Kurzarbeit betroffen. Pandemiebedingt kann es jedoch zu Ausnahmefällen kommen. Deshalb fördert das Bundesprogramm auch die Vermeidung von Kurzarbeit während der Ausbildung. Bezuschusst werden kann nicht nur die Ausbildungsvergütung, sondern auch die Vergütung der Ausbildenden. 

Förderfristen rückwirkend verlängert

Die Ausbildungsprämie für Ausbildungsbetriebe, die ihr Ausbildungsniveau halten, wird rückwirkend zum 16. Februar 2021 in Höhe von 2.000 Euro pro abgeschlossenen Ausbildungsvertrag (einmalig) verlängert. Die gleiche Frist gilt auch für Ausbildungsbetriebe, die mehr Auszubildende als sonst ausbilden. Hier beträgt die einmalige Prämie 3.000 Euro pro jeden über das Ausbildungsniveau der letzten drei Jahre hinaus abgeschlossenen Ausbildungsvertrag.

Bestimmte Prämien verdoppelt

Für das neue Ausbildungsjahr werden die Prämien zum 1. Juni 2021 von 2.000 Euro (fürs Halten des Ausbildungsniveaus bzw. 3.000 Euro (für den Ausbau des Ausbildungsniveaus) auf 4.000 bzw. 6.000 Euro verdoppelt, um zusätzliche Anreize für Ausbildungsbetriebe zu schaffen.

Honoriert werden auch Unternehmen bei Übernahme von Azubis, deren ursprünglicher Ausbildungsbetrieb insolvent geworden ist oder sie anderweitig pandemiebedingt entlassen musste. Diese Übernahmeprämie wird bis Ende 2021 verlängert und auf 6.000 Euro verdoppelt.

Anreize für Kleinstunternehmen

Kleinstunternehmen mit bis zu vier Mitarbeitern, die im zweiten Lockdown ihre normale Geschäftstätigkeit weitgehend einstellen mussten, können auf eine Prämie in Höhe von pauschal 1.000 Euro hoffen, wenn sie ihre Ausbildungstätigkeit trotz Lockdown für mindestens 30 Tage fortgesetzt haben.

Die Mindestlaufzeit einer Vertrags- oder Verbundausbildung wird auf vier Wochen verkürzt; die Höhe der Förderung (bis max. 8.100 Euro) hängt von der Laufzeit ab. Künftig kann auch der Stammausbildungsbetrieb statt des Interimsausbildungsbetriebs die Förderung erhalten.

Sie bilden in Ihrer Zahnarztpraxis aus und möchten wissen, ob Sie eine Förderung beantragen können? Die Bundesagentur für Arbeit ist Ihr Ansprechpartner.

Der Zahnarzt als Arbeitgeber

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Von A wie Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz bis Z wie Zahnmedizinische Verwaltungsassistentin (ZMV) informiert die Broschüre Schritte in das zahnärztliche Berufsleben von der Bundeszahnärztekammer auf über zehn Seiten ab Seite 60

Zur Broschüre (PDF | 4,5 MB)

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